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Was muss ich über Buchhaltung wissen?

bexio unterstützt und vereinfacht Ihnen die doppelte Buchhaltung. Keine Angst, wenn Sie sich jetzt noch nicht sicher sind, was eine doppelte Buchhaltung ist. In diesem Bericht möchten wir genau zu diesen Themen Klarheit schaffen.

Dieser Bericht geht auf folgende Themen der bexio-Buchhaltung ein:

Ein Glossar der wichtigsten Begriffe finden Sie am Ende dieses Berichts, dieses soll Ihnen weiterhelfen, wenn ein Begriff unklar ist und dient auch als Basis für Ihr Verständnis.

Warum eine Buchhaltung führen?

Jede Unternehmung hat Anspruchsgruppen mit denen sie interagiert. Zum Beispiel stellen Sie Ihren Kunden eine Rechnung oder müssen die Steuererklärung für den Staat ausfüllen. Andere Anspruchsgruppen sind zum Beispiel Lieferanten, Ihre Mitarbeiter und auch Ihre Kapitalgeber. Alle diese Interaktionen mit Ihren Anspruchsgruppen müssen Sie erfassen, und dabei hilft Ihnen die Buchhaltung. Denn mit der Buchhaltung haben Sie Übersicht über Ihre Finanzen. Ihre finanziellen Bewegungen laufend aufzuführen, ist eine der Hauptaufgaben der Buchhaltung.

Eine korrekt und zeitnah geführte Buchhaltung soll Ihnen Aufschluss über Ihre Vermögenslage bringen. Das heisst, Sie sehen jederzeit wie viel Geld auf Ihren Konten (Flüssige Mittel) ist, und wie viele Schulden Sie haben (Fremdkapital). Ein wichtiger Punkt ist auch, dass Ihr Gewinn/Verlust ersichtlich ist und Sie so immer wissen wie gut Ihr Geschäft läuft und ob Ihre Tätigkeiten rentieren. Natürlich ist die Buchhaltung auch die Grundlage für Ihre Steuererklärung und Ihre Mehrwertsteuerabrechnung.

Wer ist verpflichtet eine Buchhaltung zu führen?

Nach dem neuen Rechnungslegungsrecht (stand 2015) sind folgende Unternehmungen dazu verpflichtet, eine Buchhaltung zu führen.

  • Aktiengesellschaften (AG)
  • Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Kollektiv- und Kommanditgesellschaften
  • Einzelunternehmungen, deren Umsatz CHF 500'000.- übersteigt

 

Grundsätze einer ordnungsgemässer Buchhaltung

Die Grundsätze einer ordnungsgemässen Buchhaltung sind gemäss OR 957a Abs. 2:

- vollständige wahrheitsgetreue und systematische Erfassung von Geschäftsfällen und Sachverhalten

- Belegnachweise für die einzelnen Buchhaltungsvorgängen (keine Buchung ohne Beleg)

- Klarheit Verständlichkeit

- Zweckmässigkeit (Anpassung an Art und Grösse des Unternehmens)

- Nachprüfbarkeit

 

Bereiche der Buchhaltung

Die Buchhaltung lässt sich in die zwei Hauptbereiche Finanzbuchhaltung (FIBU) und Betriebsbuchhaltung (BEBU) aufteilen. bexio unterstützt Sie bei der Führung Ihrer FIBU. Zusätzlich zu den Hauptbereichen gibt es auch noch die passenden Hilfsrechnungen, bexio bietet Ihnen zum Beispiel die Debitoren und Kreditorenbuchhaltung.

 

 Hauptbereich  Hilfsrechnung

 Finanzbuchhaltung (FIBU)

  • Debitorenbuchhaltung
  • Kreditorenbuchhaltung
  • Kassenbuchhaltung
  • Lager-/Materialbuchhaltung
  • Inventur

 

 

Glossar

Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Begriffe der Buchhaltung, in alphabetischer Reihenfolge, und Erklärungen dazu.

 

Aktive Die Aktiven sind die linke (Soll) Seite der Bilanz. Dort sehen Sie wo Ihr Geld angelegt ist, also zum Beispiel auf Ihrem Bankkonto (Bank) oder als Vorräte in Ihrem Warenlagern (Warenvorrat), oder auch als Büromöbel (Mobilien) und Häuser (Immobilien). Ausführliche Informationen
Anfangsbestand (AB) Alle Bilanzkonten haben einen Anfangsbestand, dieser wird aus der Eröffnungsbilanz übernommen und ist der Betrag, mit dem das Konto startet.
Anlagevermögen (AV) Anlage Vermögen sind hauptsächlich Gegenstände, die Sie lange behalten. Zum Beispiel Büromöbel (Mobilien), Häuser und Grundstücke (Immobilen) oder Autos (Fahrzeuge).
Aufwand Aufwände sind alles Kosten, die durch eine Geschäftstätigkeit verursacht wurden. Zum Beispiel Werbekosten (Werbeaufwand), Personalkosten (Lohnaufwand) oder auch Wertverlust auf Gegenständen (Abschreibungen).
Bilanz Die Bilanz ist die Gegenüberstellung von Aktiven und Passiven, das bedeutet sie zeigt wo Sie das Geld angelegt haben und woher das Geld kommt. Die Bilanz muss immer ausgeglichen sein (Aktive müssen gleich gross wie Passive sein).
Debitoren Debitoren oder Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind so zusagen alle Rechnungen, die Sie gestellt haben, welche aber noch nicht vom Kunden bezahlt wurden. Die Debitoren zeigen Ihnen also wie viel Geld Ihre Kunden Ihnen noch schulden.
Doppelte Buchhaltung Eine doppelte Buchhaltung ist Ihre Buchhaltung dann, wenn bei jeder Buchung zwei Konten betroffen sind. Also wenn immer Soll an Haben gebucht wird. Die Konsequenz daraus ist, dass Sie eine Bilanz und eine Erfolgsrechnung haben in der je Ihr Gewinn ausgewiesen wird. Ein Beispiel dazu finden Sie in diesem Beitrag.
Eigenkapital (EK) Eigenkapital sind Vermögenswerte, die Sie selbst in die Firma eingebracht haben oder bei einer AG das Aktienkapital. Typische Vermögenswerte sind Geld, Fahrzeuge und Immobilien.
Eröffnungsbilanz Die Eröffnungsbilanz, ist die Bilanz, welche ganz am Anfang des Jahres erstellt wird, aus Ihr werden die Anfangsbestände für die Eröffnung der Konten verwendet. Sie muss mit der Schlussbilanz des vorigen Jahres übereinstimmen.
Erfolgsrechnung (ER) In der Erfolgsrechnung Stellen Sie Ihre Aufwände Ihren Erträgen gegenüber um fest zu stellen, ob Sie einen Gewinn oder Verlust erzielt haben.
Finanzkennzahlen Finanzkennzahlen sind wichtige Orientierungsgrössen für Sie und Ihr Unternehmen. Mit ihnen können Sie Ihren unternehmerischen Erfolg messen, Vorgänge überwachen (Controlling), Ihre Firma für die Zukunft rüsten und Ihr Unternehmen mit anderen vergleichen.
Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel beinhalten alle Konten, auf denen Sich effektiv Geld Befindet, das wären also Kasse, Post und Bank.
Fremdkapital (FK) Fremdkapital sind eigentlich Schulden. Zum Beispiel offene Lieferantenrechnungen (Kreditoren) oder Ihr Bankkonto das im Minus ist (Bankschuld) oder auch ein Darlehen, welches Sie erhalten haben (Passivdarlehen).
Haben Die Habenseite ist die rechte Seite eines Buchhaltungskontos, also die rechte Seite des Kontenkreuzes.
Kreditoren Kreditoren sind Schulden, die Sie haben und die durch noch nicht bezahlter Rechnungen entstehen.
Mehrwertsteuer (MwSt) Die MwSt ist im Grunde gesehen eine Konsumsteuer, welche indirekt erhoben wird. Das heisst sie wird von den Konsumenten eines Produkts oder einer Dienstleistung bezahlt.
MwSt nach vereinbartem Entgelt Wenn Sie nach der MwSt-Methode nach vereinbartem Entgelt abrechnen, verbuchen Sie Ihre Mehrwertsteuer gleich, wenn Sie die Rechnung stellen.
MwSt nach vereinnahmtem Entgelt Wenn Sie nach der MwSt-Methode nach vereinnahmten Entgelt abrechnen, verbuchen Sie Ihre Mehrwertsteuer erst, wenn Sie die Zahlung erhalten haben.
Passive Die Passiven sind die rechte (Haben) Seite der Bilanz. Dort sehen Sie woher Ihr Geld kommt, also ob es Schulden sind, die Sie gemacht haben (Fremdkapital) oder ob es Vermögen ist, dass Sie in die Firma eingebracht haben (Eigenkapital). Mehr Informationen
Saldo Alle Erfolgskonten, als die Konten der Erfolgsrechnung, haben einen Saldo. Das ist Betrag, welche am Ende der Buchungsperiode auf dem Konto ist. Dieser wird dann in die Erfolgsrechnung übertragen.
Schlussbestand Alle Aktiv- und Passiv-Konten haben einen Schlussbestand. Dies ist der Betrag, welcher am Ende der Buchungsperiode auf dem Konto ist, wie der Saldo bei den Erfolgskonten. Der Schlussbestand der Konten wird in die Bilanz übertragen.
Schlussbilanz Die Schlussbilanz ist die Bilanz, welche am Ende eines Jahres aufgestellt wird.
Soll Die Soll-Seite ist die linke Seite eines Buchhaltungskontos, also die linke Seite des Kontenkreuzes.
Umlaufvermögen (UV) Umlaufvermögen sind Vermögenswerte, welche kurzfristig verfügbar sind. Zum Beispiel das Geld auf Ihrem Bankkonto oder Ihre Waren, die Sie an Lager haben.
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