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Quellensteuer - Satzbestimmendes Einkommen

Inhalt


Grundsatz

Bei der Berechnung der Quellensteuer nach dem Monatsmodell gilt der Monat als Steuerperiode. Für die Berechnung des Steuerabzugs sind die monatlichen Bruttoeinkünfte massgebend, d.h. sämtliche steuerpflichtigen Leistungen, die im entsprechenden Monat an den quellensteuerpflichtigen Arbeitnehmer ausgerichtet werden, sind in der Regel zusammenzuzählen und als Ganzes der Quellenbesteuerung zu unterwerfen.

Für den Quellensteuerabzug sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Fälligkeit der steuerbaren Leistung massgebend. Im Normalfall wird die geschuldete Quellensteuer aufgrund der Bruttoeinkünfte eines Monats durch Multiplikation der Bruttoeinkünfte mit dem Steuersatz gemäss anwendbarem Quellensteuertarif ermittelt. Dieselbe Vorgehensweise ist anzuwenden, wenn der Arbeitnehmer im Stundenlohn angestellt ist und ihm der Lohn monatlich ausbezahlt wird.

In Einzelfällen kann eine Berechnung des satzbestimmenden Einkommens notwendig sein. Dies ist beispielsweise bei mehreren Arbeitsverhältnissen, bei untermonatiger Aufnahme bzw. Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder bei der Ausscheidung von Arbeitstagen ins Ausland für Steuerpflichtige ohne Ansässigkeit in der Schweiz der Fall.


Möglichkeiten der Satzbestimmung

Untermonatiger Eintritt/Austritt

Bei Stellenantritt oder -austritt im Verlaufe eines Monats sind für die Ermittlung des satzbestimmenden Bruttoeinkommens die im Eintritts- oder Austrittsmonat erzielten Bruttoeinkünfte auf 30 Kalendertage hochzurechnen. Dabei werden nur die regelmässigen (periodischen) Einkommensbestandteile (z.B. der ordentliche Arbeitslohn oder Familienzulagen) umgerechnet, nicht jedoch die unregelmässigen (aperiodischen) Bestandteile (z.B. Bonuszahlungen, Gratifikationen, Überzeit- oder Ferienentschädigungen).

Beispiel: Der Mitarbeiter ist am 15.08.2022 eingetreten, somit also untermonatig und nicht am jeweils 01. des Monats. Der definierte Monatslohn (für den vollen Monat) beträgt CHF 5000.-. Der Mitarbeiter wird nach dem Code "A0N" besteuert und ist wohnhaft im Kanton Zürich.

Bildschirmfoto_2022-09-27_um_15.11.54.png Auf diesem Screenshot sieht man, dass der Lohn automatisch durch die Angabe des untermonatigen Eintritts kalkuliert wird. 

 

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Der Betrag von CHF 2666.67 wird auf den ganzen Monat hochgerechnet und somit ergibt sich eine Abzug von 6.03%. Gemäss Tarifliste des Kanton Zürichs wird beim Code A0N und einem Monatslohn von CHF 5000.- ein Abzug von 6.03% fällig. (Siehe nächster Screenshot). Dies passiert vollkommen automatisch und Sie müssen keine weitere Vorkehrungen führen. 

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Mehrere Teilzeit-Erwerbstätigkeiten

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten das satzbestimmende Einkommen zu ermitteln. Geht eine quellensteuerpflichtige Person gleichzeitig mehreren Erwerbstätigkeiten nach, ist das satzbestimmende Einkommen für jedes einzelne Arbeitsverhältnis wie folgt zu ermitteln:

 

1. Möglichkeit:
Ihr Mitarbeiter ist bei anderen Arbeitgebern angestellt. Sie wissen in welchem Pensum Ihr Mitarbeiter insgesamt bei anderen Unternehmen angestellt ist:

Umrechnung der periodischen Leistungen auf den effektiven Gesamtbeschäftigungsgrad aller Erwerbstätigkeiten (inkl. Ersatzeinkünfte) und hinzurechnen der aperiodischen Leistungen des aktuellen Monats:

Beispiel: Ihr Mitarbeiter arbeitet bei Ihnen in einem 50% Pensum. Dieser hat noch einen weiteren Arbeitgeber. Dort arbeitet dieser zu 40%. Zusammen ergibt sich ein Pensum von 90%.

Ihr Mitarbeiter erwirtschaftet bei Ihnen einen Bruttolohn von CHF 2500.- in dessen Pensum. Somit rechnet man den Bruttolohn von CHF 2500.- / 40 * 90 = 4500. Das Satzbestimmende Einkommen beträgt also 4500 Franken.

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Dies können Sie im bexio unter "Mitarbeiter - Quellensteuer" bei den weiteren Angaben so hinterlegen. Dort können Sie dann bei der Beschäftigungsart "Nebenbeschäftigung" auswählen. Bei "Angaben zu weiteren Beschäftigungen" wählen Sie Gesamterwerbsquote für alle zusätzlichen Arbeitgeber aus. Danach können Sie das Pensum in Prozent angeben, welches Ihr Mitarbeiter gesamthaft bei anderen Arbeitgebern angestellt ist. 

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Wenn dies korrekt eingeben worden ist, sehen Sie nun, dass der Quellensteuerabzug aufgrund des satzbestimmenden Einkommens von CHF 4500 berechnet wird. (Siehe nächster Screenshot: Auszug aus Tarifliste Kanton Zürich)

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2. Möglichkeit:
Ihr Mitarbeiter ist bei anderen Arbeitgebern angestellt. Sie wissen wieviel der Bruttolohn beim anderen Arbeitgeber beträgt.

Umrechnung auf das tatsächliche Gesamtbruttoeinkommen, sofern die effektiven Einkünfte dem bekannt sind bzw. durch die quellensteuerpflichtige Person bekanntgegeben werden.

Beispiel: Ihr Mitarbeiter erwirtschaftet bei Ihnen einen Bruttolohn von CHF 2500.-. Beim zweiten Arbeitgeber verdient ihr Mitarbeiter nochmals CHF 1500.-

Das satzbestimmende Einkommen ergibt sich aus dem gesamten Bruttolohn Ihres Mitarbeiters, konkret CHF 2500 + 1500 = CHF 4000.-

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Dies können Sie im bexio unter "Mitarbeiter - Quellensteuer" bei den weiteren Angaben so hinterlegen. Dort können Sie dann bei der Beschäftigungsart "Nebenbeschäftigung" auswählen. Bei "Angaben zu weiteren Beschäftigungen" wählen Sie Monatliches Bruttoeinkommen aller zusätzlichen Arbeitgeber aus. Danach können Sie den Bruttolohn als Betrag eingeben, welches Ihr Mitarbeiter gesamthaft bei anderen Arbeitgebern verdient. 

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Wenn dies korrekt eingeben worden ist, sehen Sie nun, dass der Quellensteuerabzug aufgrund des satzbestimmenden Einkommens von CHF 4000 berechnet wird. (Siehe nächster Screenshot: Auszug aus Tarifliste Kanton Zürich)

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3. Möglichkeit:
Ihr Mitarbeiter ist bei anderen Arbeitgebern angestellt. Sie wissen jedoch nicht, in welchen Pensum ihr Mitarbeiter noch angestellt ist und wissen nicht, wieviel dieser dort verdient. 

Umrechnung der periodischen Leistungen auf einen Gesamtbeschäftigungsgrad von 100 Prozent und hinzurechnen der aperiodischen Leistungen des aktuellen Monats, wenn der effektive Gesamtbeschäftigungsgrad durch die quellensteuerpflichtige Person nicht offengelegt wird. Dies gilt auch, wenn die quellensteuerpflichtige Person keine schlüssigen Angaben über allfällige weitere Erwerbstätigkeiten macht:

Beispiel: Ihr Mitarbeiter erwirtschaftet bei Ihnen einen Bruttolohn von CHF 2500.-, in einem 50% Pensum. Das Einkommen, sowie das Pensum bei den weiteren Arbeitgebern sind für Sie unbekannt.
In diesem Fall wird Der Bruttolohn auf ein 100% Pensum hochgerechnet.

Konkret: Somit rechnet man den Bruttolohn von CHF 2500.- / 50 * 100 = 5000. Das Satzbestimmende Einkommen beträgt also 5000 Franken.

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Dies können Sie im bexio unter "Mitarbeiter - Quellensteuer" bei den weiteren Angaben so hinterlegen. Dort können Sie dann bei der Beschäftigungsart "Nebenbeschäftigung" auswählen. Bei "Angaben zu weiteren Beschäftigungen" wählen Sie Unbekannt aus.

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Wenn dies korrekt eingeben worden ist, sehen Sie nun, dass der Quellensteuerabzug aufgrund des satzbestimmenden Einkommens von CHF 5000 berechnet wird. (Siehe nächster Screenshot: Auszug aus Tarifliste Kanton Zürich)

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